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Jetzt auf grün schalten!

 

Grossratswahlen vom18.10.2020

 

Liebe Leserinnen und Leser
Liebe Wahlberechtigte des Bezirks Baden

«Jetzt auf grün schalten», lautet hier wieder mein Motto. Ich kandidiere nämlich auf der Liste der Grünen des Bezirks Baden für den Grossrat. Nebst meinen politischen Ambitionen ist es mir vor allem an der grünen Politik gelegen, deren Unterstützung ich Ihnen geradezu dringend empfehle. 

Die Grünen sind meines Erachtens die einzige Partei, welche sich wirklich um die Zukunft kümmert, weil nur sie einen Umbau von der jetzigen Wirtschaft hin zu einer grünen Wirtschaft fordert.

Zwar ist «die Wirtschaft» hierzulande ja ein recht erfolgreiches Modell, wenn es darum geht, uns Konsumgüter bereitzustellen. Das gilt es zu würdigen. Aber andererseits gilt es auch zu beachten, dass diese Wirtschaftsform viel zu viele Ressourcen benötigt, und dies im In- und Ausland. 

Wir leben in einer «Konsumwutwelt» und es nützt auch nichts, wenn wir auf andere verweisen, die noch «konsumwütiger» seien: Wir sind wir. Und wir sind mündig. Fördern wir unser Bewusstsein für die Umwelt, schätzen wir die Kultur höher, bringen wir mehr Farbe ins Leben, passen wir Wirtschaft an – machen wir grüne Politik!

Die grüne Liste wird angeführt von Frau Vera Becker, die sich von Anfang an beim Klimastreik voll engagierte. Die «Klimajugend» verdient grossen Respekt, denn die nächste Generation hat mehr denn je begriffen, worum es geht: um die Verantwortung zur Wahrung der Lebensgrundlagen. Die Dringlichkeit einer wirksamen Klimapolitik sollten auch wir anderen endlich anerkennen, und wenn nicht aus Eigeninteresse, so aus Sorge für unsere Nachfahren jetzt handeln.

«Nun gut, mal frisch voran!» wird sich mancher und manche denken. Natürlich, für die Realisierung von ökologischer Lebensweise ist in erster Linie jede und jeder von uns mit dem eigenen Verhalten verantwortlich. Aber es ist auch so, dass die Wirtschaft der Gesellschaft Sachzwänge auferlegt. So müssen in der Logik des Systems alle überall immer mehr umsetzen, egal wie viel Abfall dabei entsteht und wie viel Energie verbraucht wird. Nicht einmal das Ziel «weniger Verkehr» geht so richtig, denn selbst die SBB fühlten sich ja bemüht, gegen das Home-Office zu weibeln, weil sie nicht in betriebliche Schieflage geraten wollten. Ja, selbst ökologisch gesinnte Lehrerinnen und Lehrer können den Konsum gar nicht so richtig verteufeln, weil sie ihre Schützlinge nach der Schule ja in eine Lehre bringen wollen, wozu es wiederum die Wirtschaft braucht.

Wie können wir also uns als Gesellschaft überhaupt updaten? Hier kommt die Verantwortung der Politik ins Spiel: Es geht darum, einen sachten, aber deutlichen Übergang zu einer neuen Wirtschaftsform aufzugleisen und gesellschaftlich zu verankern, was in manchen Bereichen auch eine ökonomisch Abfederung bedingt. Das bedeutet Arbeit, aber es kann doch nicht sein, dass wir für ein «Leben im Normalzustand» derart viele Ressourcen verbrauchen, sodass die Zerstörung des Planeten offensichtlich wird.

Was heisst das konkret für den Kanton Aargau? Was für meine Politik? Ich werde mich einsetzen für

  • den Erhalt von Grünflächen:
    Umzonungen von Landwirtschaftszonen in Bauzonen gilt es, wenn immer möglich, via Richtplan des Kantons zu verhindern.

     

  • ein Umdenken in der Verkehrsplanung:
    Die gebauten Strassen sind gebaut – doch noch mehr braucht es wirklich nicht. Beim Stichwort «Verkehr» müssen wir umdenken: Mobilitätsansprüche gilt zu hinterfragen, das Home-Office zu fördern, ebenso natürlich die «grünen Klassiker» ÖV und Velo.

  • die Förderung von Kultur:
    Ein ökologischeres Leben bedingt, dass wir unsere Konsumwut durch eine aktivere Partizipation an kulturellen Belangen teilweise ersetzen können. Das Vereinsleben muss gefördert und die kulturelle Bildung wie Musikunterricht und Malkurse etc. für breite Kreise ermöglicht werden. Daneben müssen wir die Leuchttürme des Aargauer Kulturlebens wie die «argovia philharmonic», das Aargauer Kunsthaus oder das Kurtheater Baden freudig alimentieren.

     

  • ein Ja zu Steuern:
    Der Staat muss gut finanziert sein. Wir sollten aufhören zu denken, dass das, was wir verdienen, ganz alleine unserem Genie zu verdanken sei, denn unsere Arbeitsplätze und Verkaufskanäle sind viel zu stark vernetzt. Teile des Lohns gilt es halt wieder zu «sharen». Dabei ist meines Erachtens die «Opfer-Symmetrie» von zentraler Bedeutung, denn alle haben ihren anteilmässigen Beitrag an den Staat zu leisten. Es sollte kein «die sollen es zahlen» geben, sondern nur ein gemeinsames finanzieren. Klar ist für mich auch, dass wer weit über dem Grenznutzen Einkünfte erzielt, stolz mehr zahlen muss. Und auf den Steuerwettbewerb für Unternehmen gilt es zu verzichten, denn das bringt langfristig einer Gesellschaft nichts.

     

  • für die Fokussierung auf das Wesentliche:
    Was ich an Politikerinnen und Politikern egal welcher Couleur immer etwas belächle, ist, wenn sie in irrelevanten Themen epische Fights austragen und ihren Hang ausleben, ganze Bevölkerungsgruppen korrigieren zu wollen. Herzlich nutzlos lässt sich zum Beispiel Politik betreiben in Sachen wie dem Handschlagstreit an der Volksschule (eine bereits historische Sache), diversen Änderungswünschen bezüglich Festtagen (frei ist doch frei), der vollumfänglichen Raucherumerziehung, Kirchen- und Kuhglocken-Debatten oder neuartigen Schreibvorschriften, die selbst der Duden noch nicht kennt. Natürlich lässt sich über jedes Thema fürtrefflich debattieren und vielleicht sind diese Diskussionen gut für den Kreislauf, aber ich meine, Politik sollte sich auf das Wesentliche konzentrieren.
     

In diesem Sinne hoffe ich, Sie schalten auch auf grün, werfen die Liste 5 ein und (oder) engagieren sich persönlich für den Umweltschutz.
 

Herzlichst, 

 

Ihr Christoph Güdel


 

P.S. Für den kleinen Rat, besser bekannt als Regierungsrat, darf ich Ihnen von Herzen Christiane Guyer empfehlen, eine erfahrene und sympathische Exekutivpolitikerin aus Zofingen! christiane-guyer.ch

 

Über mich

Vollständiger Name

Christoph Rudolf Güdel

Wohnort

Webermühle 41, Neuenhof

Partei

Grüne Partei

Beruf

Sekundarlehrer

Jahrgang

1985

Zivilstand

ledig

Hobbies

lesen, diskutieren,
gutes Essen
und Trinken

Aufgewachsen bin ich in Oberrohrdorf und habe die Schulen bis zur Matura in der Region besucht. Nach der RS habe ich ein Germanistikstudium an der Universität Basel absolviert (BA of Arts), um mich nachher auf das Sek-1 Studium an der FHNW zu konzentrieren. Seit 2015 arbeite ich hauptberuflich als Sprachlehrer an verschiedenen Sekundarschulen im Kanton Zürich.

 

Privat lese ich sehr gerne. Auch die Küche sagt mir sehr viel. Ich koche mit Leidenschaft und schätze das grossartige Gastronomieangebot in unserer Region. Zum Ausgleich mache ich Sport: ich jogge und schwimme. Ich bin ein sehr offener Mensch und interessiere mich stark für Kultur. Zudem ist mir die Nachhaltigkeit wichtig, weil ich denke, dass wir auf eine intakte Umwelt angewiesen sind. Seit meinem 18. Geburtstag bin ich Mitglied der Grünen Aargau. Seit längerem bin ich mit meinem Lebenspartner liiert.

Mit der Region Baden bin ich stark verwurzelt und erfreue mich, seit 2015 in der Webermühle zu wohnen, einer der charakteristischsten Wohnsiedlungen weit und breit. Die Webermühle ist ein eigentliches Platzwunder, wenn man bedenkt, wie viele Personen hier wohnen und wie grosszügig offen die Anlage dennoch gestaltet ist: Hier wohnt man eben „göhner“.

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© 2020 by Christoph Güdel