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Willkommen auf meiner Homepage! Nebst meiner politischen Visitenkarte finden sich auch Reflexionen und Texte zu Politik und Gesellschaft, die ich hier sporadisch veröffentliche.

Aktuell

 
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Carl Spittelers Olympischer Frühling

 

ein scharfzüngiges Epos auf die politische Macht

Carl Spitteler (geb. 1845 in Liestal, gest. 1924 in Luzern) war ein Schweizer Dichter, dessen Name man im Allgemeinen wohl vor allem von Strassen- und Gedenktafeln, Sonderbriefmarken und einem Expo-02-Zug oder vom Kreuzworträtsel (Schweiz. Lit.Nobelp.träger) her kennen wird. Politisch Interessierten sollte er zudem wegen

seiner Rede Unser Schweizer Standpunkt ein Begriff sein, worin er 1914 zur Neutralität aufrief und woraus sich Zitat-Schätze wie «Nicht umsonst führen die Staaten mit Vorliebe ein Raubtier im Wappen» heben lassen. In Bezug auf sein literarisches Werk ist Spitteler heute völlig zu Unrecht nahezu unbekannt, was umso mehr erstaunt, als dass er für sein Epos Olympischer Frühling 1919 als bisher einziger Schweizer den Literaturnobelpreis erhielt.

Erstaunt stellt man bei einer Recherche zudem fest, dass über Spitteler in letzter Zeit fast keine Publikationen erschienen sind; der Germanist Dominik Riedo hält in einer der wenigen Übersichtsdarstellungen nüchtern fest: «Die Rezeption von Spittelers epischem Werk ist seit der Mitte des 20. Jahrhunderts stark rückläufig» (Riedeo: 2017). Woran liegt das? Sicher mag das wegen des Stoffs sein, der Interesse an griechischer Mythologie und auch etwas Kenntnisse darin voraussetzt. Als Forschungsgegenstand mag das Werk zudem auch zwischen Stuhl und Bank fallen, da es vom Inhalt her eher den Altphilologen anspricht, aber ein genuin deutsches Werk ist, also der Germanistik zuzuschlagen. Das Werk steht ganz unter dem Zeichnen des Philhellenismus, entspringt der Begeisterung des Autors für das antike Griechenland, und lässt sich in gewissen Zügen mit dem zweiten Teil des Faust vergleichen, wobei dort natürlich der grosse Name Goethes eine Rezeption fast automatisiert.

Im Jubiläumsjahr 2019 habe ich mir einen Ruck gegeben und endlich den Olympischen Frühling gelesen. Lässt man sich vom antiken Setting und – je nach Ausgabe – der Frakturschrift nicht abschrecken, taucht man in eine Welt voll politischer Intrige und Heldentaten. Das Epos berichtet, wie sich die olympische Herrschaft mit Hera und Zeus an der Spitze durchsetzt und sich gewissermassen ein erstes Staatswesen bildet. Wenn man sich bei der Lektüre an diese oder jene politische Wahl in modernen Zeiten erinnert fühlt, dann hat dies mit der bewussten Zeitlosigkeit des Werks zu tun, die Riedo hervorhebt: «Es ist eine geschickt verschlüsselte Darstellung der pessimistischen Weltsicht seines Erschaffers, die nicht nur die Gegenwart meint, sondern ebenfalls die Vergangenheit und die Zukunft.»

Gerne nehme ich den Leser, die Leserin auf eine Reise in Spittelers Version von der Entstehung des zivilisierten Staates mit, die ich an einer Handvoll Zitate nacherzähle, in der Hoffnung, so nebst allgemeiner Erbauung zu einer gründlichen Spitteler-Lektüre anzuregen und auf diese Weise unseren Schweizer Nobelpreisträger hochleben zu lassen!

 

Riedo (2017): Carl Spitteler. Essays zu Leben, Werk und Wirkung. Bern: Peter Lang. S. 97

 

Über mich

Vollständiger Name

Christoph Rudolf Güdel

Wohnort

Webermühle 41, Neuenhof

Partei

Grüne Partei

Beruf

Sekundarlehrer

Jahrgang

1985

Zivilstand

ledig

Hobbies

lesen, diskutieren,
gutes Essen
und Trinken

Aufgewachsen bin ich in Oberrohrdorf und habe die Schulen bis zur Matura in der Region besucht. Nach der RS habe ich ein Germanistikstudium an der Universität Basel absolviert (BA of Arts), um mich nachher auf das Sek-1 Studium an der FHNW zu konzentrieren. Seit 2015 arbeite ich hauptberuflich als Sprachlehrer an verschiedenen Sekundarschulen im Kanton Zürich.

 

Privat lese ich sehr gerne. Auch die Küche sagt mir sehr viel. Ich koche mit Leidenschaft und schätze das grossartige Gastronomieangebot in unserer Region. Zum Ausgleich mache ich Sport: ich jogge und schwimme. Ich bin ein sehr offener Mensch und interessiere mich stark für Kultur. Zudem ist mir die Nachhaltigkeit wichtig, weil ich denke, dass wir auf eine intakte Umwelt angewiesen sind. Seit meinem 18. Geburtstag bin ich Mitglied der Grünen Aargau. Seit längerem bin ich mit meinem Lebenspartner liiert.

Mit der Region Baden bin ich stark verwurzelt und erfreue mich, seit 2015 in der Webermühle zu wohnen, einer der charakteristischsten Wohnsiedlungen weit und breit. Die Webermühle ist ein eigentliches Platzwunder, wenn man bedenkt, wie viele Personen hier wohnen und wie grosszügig offen die Anlage dennoch gestaltet ist: Hier wohnt man eben „göhner“.

Portfolio

 
Grossratswahl 2020

Kandidatur auf der Liste 5, Grüne Bezirk Baden

Die Corona-Krise 
Reflexion zum Lockdown 2020
 

Kandidatur zum Gemeinderat Neuenhof
Wahlkampf Frühling 2020

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